Retro-Romantik „Im Hain“

Im Hain, 2026, 150 x 90 cm, Acryl/LW

Das alte Wort „Hain“ steht für einen „gehegten und gefriedeten Wald“, ein Wäldchen oder eine Baumgruppe. In meinem Bild sieht es aus, als sei der Hain verwahrlost, vergessen und aufgegeben. Man kann das ehemalige Kulturland noch ahnen, aber die Wildnis ist dabei, es sich zurück zu erobern. Die morgendliche Nebelstimmung wirkt sehr intim und gibt dem Motiv etwas Geheimnisvolles.

Ich möchte dem Bild eines mit ähnlichem Sujet gegenüber stellen, das ich vor 18 Jahren gemalt habe: Unseren ehemaligen Obstgarten.

Gerhard Knell Landschaftsvisionen Landschaft Malerei Kunst Gemälde Acryl figürlich realistisch Großformatige Acrylmalerei Editionen Fine Art Prints grün blau Obstbäume Garten Wiese Sommer realistisch Blätter Baumstamm Schatten
In Maiers Garten, 2008, 160 x 110 cm, Acryl auf Leinen

Upcycling

Brooklyn Bridge, 2026, 118 x 90,5 cm, Digitaldruck/Acryl/Textilgewebe

Wer kennt sie nicht, die berühmte Brooklyn Bridge in New York? Eines DER  Wahrzeichen der Stadt, bekannt aus zig Filmen und hunderttausendfach fotografiert. Der ehemalige Besitzer dieses Leinwandposters war des Motivs überdrüssig und hat es zum Sperrmüll gegeben – wo es mir beim Vorbeiradeln ins Auge stach. Eine kostenlose Steilvorlage und Einladung zur Übermalung! Jetzt, wo es fertig ist, ist es wenigstens ein richtig ordentliches Bild, sprich Unikat vom Meister Knell.

Die Ähnlichkeit mit einer älteren Arbeit aus den 90ern lässt sich nicht bestreiten. Damals habe ich mit dem Tintenstrahldrucker auf Aquarellpapier gedruckt und dann übermalt. Andere Brücke, andere Technik, anderes Format, aber dieselbe Bildidee.

Computer-Aquarell Golden Gate Bridge, ca. DIN A4, 90er Jahre

Unter der Trauerweide …

Unter der Trauerweide, 80 x 100 cm, Acryl/LW, 2026

Mein neuestes Werk ist ziemlich melancholisch geraten. Weil ich selten einen vorher festgelegten Plan davon habe, was ich malen möchte, weiß ich nie was am Ende herauskommt. Aber das ist für mich ja der Hauptspaß an der Sache. Das fertige Bild bedeutet immer das Ende eines Entstehungsweges und/oder Gedankengangs. Vielleicht wirkt es kitschig auf den ein oder anderen, damit habe ich kein Problem. Wer sich die Zeit nimmt und die Malweise genauer studiert, wird doch positiv davon überrascht sein, was dieses recht kleine Bild an Leckerei zu bieten hat!